Wanderschuhe

 

Was sind Wanderschuhe?

Wanderschuhe sind spezielle Schuhe, die zum Wandern, Trekking, Bergsteigen oder anderen Sportarten, bei denen man sich über einen längeren Zeitraum zu Fuß fortbewegt angefertigt wurden. Da es für Wanderschuhe unzählige verschiedene Anwendungsgebiete, Sportarten, Einsatzbereiche, etc. gibt lassen sich diese Art von Schuhen sehr schwer verallgemeinernd klassifizieren. Vielmehr gibt es viele verschiedene Arten von Wanderschuhen. Was sie jedoch (fast) alle gemeinsam haben ist, dass sie über ein rutschfestes Profil und verbesserte Wasserdichtigkeit verfügen und außerdem strapazierfähiger und robuster sind als herkömmliche Schuhe. Des Weiteren haben sie oft eine gute Dämpfung und weiche Sohle, die das lange Gehen angenehmer machen.



Warum braucht man Wanderschuhe?

Wanderschuhe braucht man, wenn man diverse Sportarten ausübt, bei denen man sich über einen längeren Zeitraum zu Fuß fortbewegt und somit der Fuß stärker belastet wird als normal. Kommen herkömmliche Schuhe bei solch einer Dauerbelastung schnell an ihre Grenzen, so gewährleisten Wanderschuhe langfristigen Schutz und dauerhafte Entlastung der Füße, da sie extra für diesen Zweck konzipiert wurden. Eine Belastung der Füße kann nicht nur durch langes gehen, sondern auch durch erhöhte Gewichtsbelastung (etwa durch einen Rucksack), durch Unebenheit des Boden, durch Härte des Bodens, etc. zustande kommen. Aus diesem Grund verfügen Wanderschuhe über einen speziellen Aufbau, der für die jeweiligen Ansprüche und Verwendungszwecke optimiert wurde. Da die Anforderungen bei den verschiedenen Sportarten und Tätigkeiten doch sehr weit auseinander liegen können, werden Wanderschuhe in sogenannte Einsatzkategorien eingeteilt. Für jeden Tätigkeitsbereich gibt es die passende Kategorie und somit auch die passende Optimierung. Auf diese Art und Weise wird der bestmögliche Schutz und die bestmögliche Entlastung der Füße in verschiedensten Situationen gewährleistet.

 

Welche unterschiedlichen Wanderschuhe gibt es?

Wanderschuhe_mit_Blick_aufs_Matterhorn

Wie bereits erwähnt werden Wanderschuhe in verschiedene Einsatzkategorien eingeteilt. Diese Einteilung geht zurück auf den bayerischen Wanderschuhhersteller Meindl, der in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts verschiedene Kategorien entwickelte, in welche er seine Schuhe einteilte. Diese Einteilung setzte sich im Laufe der Zeit immer mehr durch, wurde von anderen Herstellern adaptiert und ist bis heute immer noch aktuell. Die Einteilung der Wanderschuhe erfolgt in die vier Hauptkategorien A, B, C, D. Zwischen diesen Hauptkategorien gibt es Zwischenkategorien, welche einen Übergang bzw. Mittelweg zwischen den Kategorien.

Diese Einsatzkategorien lauten wie folgt:

Kategorie A: Hierbei handelt es sich um leichte Wanderschuhe, die sich nur wenig von normalen Sportschuhen unterscheiden. Wanderschuhe der Kategorie A sind meist Halbschuhe mit einer flexiblen Sohle und nur leichter Dämpfung. Sie sind geeignet für kürzere Wanderungen mit leichtem Gepäck auf eher flachen und befestigten Wegen, beispielsweise im Wald oder auf Feldwegen. Diese Schuhe werden auch gerne im Alltag getragen, da sie sehr leicht und bequem sind.

Kategorie A/B: Bei Wanderschuhen der Kategorie A/B handelt es sich um Schuhe für längere Tagestouren oder auch Touren mit leichtem bis mittelschwerem Gepäck. Diese Schuhe sind zumeist keine Halbschuhe mehr, sondern bereits hohe Schuhe. Die Sohle ist etwas steifer und dicker, jedoch immer noch verhältnismäßig flexibel. Das Terrain, auf dem man sich mit diesen Schuhen angenehm bewegen kann ist bereits etwas steiler und unebener, aber weitgehend befestigt.

Kategorie B: Wanderschuhe der Kategorie B sind bereits klassische Trekkingstiefel. Sie sind geeignet für mehrtägige Touren und Touren mit schwerem Gepäck. Diese Wanderschuhe bestehen meist aus Leder und verfügen über eine verwindungssteife Sohle und eine dickere Zwischensohle, die für ausreichend Dämpfung sorgt. Außerdem haben die Schuhe eine hohe Schnürung. Innen sind sie meist nicht sonderlich stark gefüttert, was sie als Winterschuh nur in Verbindung mit warmen Socken tauglich macht. Bei dem Gelände, in dem man mit Wanderschuhen der Kategorie B komfortabel unterwegs ist, handelt es sich um bergiges und auch streckenweise eher unwegsames Gelände, das aber immer noch über eine klare Streckenführung verfügt.

Kategorie B/C: Wanderschuhe dieser Kategorie sind schwere Trekkingstiefel, die für mehrtägige Touren und Touren mit schwerem Gepäck bestens geeignet sind. Sie besitzen eine steife Sohle mit tiefem Profil, eine sehr hohe Schnürung und einen Stabilen Schaft. Auch sind sie aufgrund des Innenfutters für kürzere Wintertouren gut geeignet. Grödel und Steigeisen mit doppelter Korbbindung lassen sich hervorragend auf den Schuh aufziehen, was den Schuh auch bedingt für Gletschertouren geeignet macht. Im Allgemeinen werden Wanderschuhe der Kategorie B/C in unwegsamem und steilem Gelände verwendet, das den Umständen entsprechend auch ohne direkte Wegführung auskommt. Auch für Klettersteige werden Schuhe dieser Kategorie gerne verwendet.

Kategorie C: Die Kategorie C beschreibt Wanderschuhe bzw. Bergstiefel, die für mehrtägige Touren im Winter oder auch in größeren Höhen bis ca. 5000m eingesetzt werden. Sie haben einen sehr hohen Schaft, eine sehr steife Sohle und sind gut isoliert. Außerdem haben sie eine Kante an der Ferse, welche den Einsatz von halbautomatischen Steigeisen (mit Kippbügel hinten und Korbbindung vorne) ermöglicht. Die Sohle hat ein sehr tiefes Profil und es wurden bei der Anfertigung extrem robuste und beanspruchbare Materialien verwendet. Bei dem Gelände, in dem man sich mit Schuhen der Kategorie C gut fortbewegen kann, handelt es sich um Flächen mit sehr grobem und steilem Untergrund auch stark abseits befestigter Wege oder ebenfalls um Firn und Eis.

Kategorie C/D: Schuhe der Kategorie C/D stellen eine Zwischenstufe zwischen Bergstiefeln der Kategorie C und Expeditionsstiefeln der Kategorie D da. Sie eignen sich gut fürs Höhenbergsteigen und für sehr kalte Umgebungen, da sie über eine dementsprechende Isolierung verfügen. Modelle der Kategorie C/D sind voll steigeisenfeste Wanderschuhe mit einer sehr steifen Sohle, die sich hervorragend für lange Gletschertouren, Touren in kalter Umgebung und Touren in großer Höhe eignen.

Kategorie D: Hier handelt es sich um Expeditionsstiefel, die fürs Höhen- und Extrembergsteigen oder auch für Expeditionen entwickelt wurden. Die Schuhe der Kategorie D haben meist einen herausnehmbaren, isolierten Innenschuh und eine extrem robuste und langlebige Verarbeitung. Manche Modelle verfügen auch über integrierte Gamaschen. Sie eignen sich hervorragend für extrem kalte Einsatzgebiete und extreme Höhen. Sie sind außerdem voll steigeisenfest und verfügen über eine absolut steife Sohle. Somit sind sie ideal für lange Wintertouren, Gletscher und auch Eis- oder Mixed-Klettern.

Unsere Wanderschuh-Empfehlungen nach Kategorien

KategorieUnsere Wanderschuh-EmpfehlungenEinsatzbereich
Wanderschuhe der Kategorie A -kürzere Wanderungen mit leichtem Gepäck
-flache & befestigte Wege
Wanderschuhe der Kategorie A/B -steileres & unebeneres, aber weitgehend befestigtes Terrain
Wanderschuhe der Kategorie B -bergiges & eher unwegsames Gelände
Wanderschuhe der Kategorie B/C -unwegsames & steiles Gelände, auch ohne direkte Wegführung
Wanderschuhe der Kategorie C -Flächen mit sehr grobem & steilem Untergrund
-auch stark abseits befestigter Wege
-Firn & Eis
Wanderschuhe der Kategorie C/D -lange Gletschertouren
-Touren in kalter Umgebung
-Touren in großer Höhe
Wanderschuhe der Kategorie D -hervorragend für extrem kalte Einsatzgebiete & extreme Höhen
-lange Wintertouren
-Gletscher und Eis
-Eis- und Mixed-Klettern

Übersicht über die Einsatzkategorien von Wanderschuhen:

  • Kategorie A
  • Kategorie A/B
  • Kategorie B
  • Kategorie B/C
  • Kategorie C
  • Kategorie C/D
  • Kategorie D

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Was ist der Unterschied zwischen Wanderschuhen, Wanderstiefeln, Bergschuhen, Bergstiefeln, etc.?

Wanderschuhe, Wanderstiefel, Bergschuhe, Bergstiefel, und so weiter und so weiter. Namen für Schuhe, die zum Wandern verwendet werden gibt es wie Sand am Meer. Doch was ist denn nun eigentlich was? Was ist ein Wanderschuh und was unterscheidet diesen von einem Wanderstiefel oder einem Bergschuh? Hier kannst Du nachlesen was es mit all diesen Bezeichnungen auf sich hat und was diese bedeuten.

Im Vorhinein sei gesagt, dass es sich hier eben lediglich um Bezeichnungen handelt, die nicht irgendeine festgeschriebene Bedeutung haben, sondern durchaus auch mehrere Schuharten umfassen können. Grundsätzlich lässt sich jedoch festhalten, dass das Wort „Wanderschuhe“ allgemein als Überbegriff für Schuhe fungiert, die eben zum Wandern verwendet werden. Das schließt Wanderstiefel, Bergschuhe, Bergstiefel, etc. allesamt mit ein. Die Bezeichnung „Wanderstiefel“ beschreibt eher festere Wanderschuhe. Mit „Bergschuhen“ sind hingegen Wanderschuhe gemeint, die im Gebirge oder bergigen Gelände ihre Verwendung finden. Sie entsprechen mehr oder weniger auch den Wanderstiefeln, wobei es hier auch von Typ zu Typ Abgrenzungen gibt. Als „Bergstiefel“ werden wiederum festere Bergschuhe betitelt, die in größeren Höhen und unwegsameren Gelände ihre Anwendung finden. Geht man noch eine Stufe weiter, so kann man auch noch die „Expeditionsstiefel“ nennen. Hierbei handelt es sich ganz einfach um Schuhe, die – wie der Name bereits sagt – für Expeditionen hergenommen werden.

Die genauen Unterschiede der diversen Schuhtypen werden Dir in den folgenden Punkten ausführlich erläutert.



Leichte Wanderschuhe

Diese Schuhe gehören zur Kategorie A bzw. A/B und sind herkömmlichen Sportschuhen nicht unähnlich. Meist handelt es sich um Halbschuhe oder Schuhe mit leichtem höherem Schaft. Die Sohle ist flexibel bis leicht steif und mit leichter Dämpfung versehen. Insgesamt sind diese Art von Wanderschuhen sehr leicht und bequem, weshalb sie sich ebenfalls sehr gut im Alltag tragen lassen. Daher sind sie auch oft von ihrer Optik sehr modisch gehalten. Trotz ihrer Leichtigkeit sind die meisten dieser Schuhe wasserdicht, da sie mit einer wasserundurchlässigen und atmungsaktiven Gore-Tex Membran ausgestattet sind. Da die Schuhe normalerweise nur über eine leichte Dämpfung verfügen, sollte man nicht zu schweres Gepäck mit sich führen. Empfohlen ist eine Belastung bis eine Rucksackgröße von maximal 30 Litern bzw. ca. 10 Kg. Aktivitäten für die sich leichte Wanderschuhe am besten eignen sind Walking, längere Spaziergänge und leichte Bergwanderungen. Wanderschuhe, die für andere  Sportarten entwickelt wurden, beispielsweise Trailrunningschuhe oder Zustiegsschuhe können zur Einteilung „leichte Wanderschuhe“ gehören.

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Mittlere Wanderschuhe

Diese Schuhe gehören in die Kategorien B und B/C. Hier steht der Zweck mehr im Vordergrund als das reine Aussehen. Was jedoch nicht heißt, dass mittlere Wanderschuhe nicht auch sehr modisch gehalten sein können. Im Gegensatz zu den leichten Wanderschuhen verfügen sie über eine stärkere Dämpfung der Sohle, die den Wanderschuh auch für Touren mit schwerem Gepäck ausreichend ausstattet. Durch die gedämpfte Sohle wird der Fuß bei langer und schwerer Belastung ausreichend geschützt. Eine Belastung von maximal 45 Litern bzw. 20 Kg sollte jedoch dennoch nicht über einen zu langen Zeitraum überschritten werden. Zusätzlich hierzu verfügt die Schuhsohle über ein tiefes Profil, was für einen besonders guten Halt in steilen und unebenen Gelände sorgt. Auch haben mittlere Wanderschuhe einen stabilen hohen Schaft, der vorm Umknicken schütze und eine hohe Schnürung. Grödel oder Steigeisen lassen sich bei diesen Schuhen bereits gut verwenden. Aktivitäten für die sich mittlere Wanderschuhe am besten eignen sind anspruchsvolle Wanderungen, Trekking Touren im Gebirge, Klettersteige oder auch Geröllfelder.

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Wanderschuhe fürs Hochgebirge

Diese Schuhe gehören in die Kategorie C und auch C/D. Neben mehrtägigen Touren ist diese Art von Wanderschuh außerdem für Touren im Winter oder auch in größeren Höhen (bis ca. 5000m) geeignet. Dies liegt vor allem an der sehr guten Isolierung, die auch extremen Kälten trotzen kann. Zusätzlich hierzu haben Wanderschuhe fürs Hochgebirge einen sehr hohen und stabilen Schaft, der verhindert, dass Schnee oder Steinchen in den Schuh fallen. Manche Schuhe besitzen auch eine integrierte Gamasche, die sich einfach abschließen lässt. Auch die Sohle wurde den Anforderungen angepasst und hat ein sehr tiefes Profil, das auf Eis- und Schneeflächen auch ohne Steigeisen für Halt sorgen kann. Darüber hinaus haben sie eine Kante an der Ferse und teilweise auch an der Schuhspitze, welche den Einsatz von Steigeisen ermöglichen. Aktivitäten für die sich Wanderschuhe fürs Hochgebirge am besten eignen sind Touren auf Gletschern, sehr anspruchsvolle Trekkingtouren, Touren im Hochgebirge, aber auch für Geröllfelder und Klettersteige.

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Wanderschuhe für Expeditionen

Diese Schuhe gehören in die Kategorie D. Sie sind in Sachen Wanderschuhe das Maß aller Dinge oder auch der ultimative Hochgebirgsschuh. Sie kommen nicht nur mit extremen Höhen, sondern auch mit anderen extremen Umgebungen, wie beispielsweise der Arktis problemlos zurecht. Sie wurden extra fürs Höhen- und Extrembergsteigen und auch für Expeditionen entwickelt. Die Schuhe sind voll steigeisenfest und verfügen neben integrierten Gamaschen zusätzlich über herausnehmbare, besonders stark isolierte Innenschuhe. Zusätzlich hierzu gibt es beheizbare Schuhe, die über einen Akku und beheizbare Innensohlen auf eine angenehme Temperatur gebracht werden. Dies kommt in erster Linie in Höhen ab 7000m oder ab -30° Celsius zum Einsatz. Aktivitäten für die sich Wanderschuhe für Expeditionen am besten eignen sind extrem kalte Gebiete, extreme Höhen, sehr lange Wintertouren, oder auch Eis- und Mixed-Klettern.

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Steigeisenfeste Wanderschuhe

Wanderschuhe_und_steigeisen

Die Bezeichnung „steigeisenfest“ ist ein bisschen schwimmend und eigentlich nicht ganz klar abgegrenzt. Das Ganze hängt nämlich in gewisser Weise von der Art der Steigeisen ab. So lassen sich Steigeisen mit doppelter Korbbindung eigentlich auf jeden Wanderschuh aufziehen. Wie sinnvoll es ist mit einem Wanderschuh der Kategorie A in Steigeisen über einen Gletscher zu laufen ist dann wiederum die andere Frage. Bei dieser Art von Steigeisen muss man ganz einfach selbst wissen auf welchen Schuh man sie aufzieht und auf welchen lieber nicht. Empfohlen sind jedenfalls Schuhe mit mindestens der Kategorie B/C. Diese sind bedingt steigeisenfest und eignen sich am besten für die besagten Steigeisen mit doppelter Korbbindung. Halbautomatische Steigeisen mit Kippbügel hinten und Korbbindung vorne sind nur für Schuhe geeignet, die an der Ferse über die benötigte Einkerbung verfügen. Normalerweise ist dies bei Wanderschuhen ab der Kategorie C der Fall. Diese sind dank ihrer speziellen Ferse steigeisenfest und eignen sich sehr gut für diese halbautomatischen Steigeisen. Automatische Steigeisen mit Bügel vorne und Kippbügel hinten sind für Wanderschuhe der Kategorien C/D und D bestens geeignet. Dank ihrer speziellen Einkerbung sowohl an der Ferse als auch an der Schuhspitze sind Schuhe dieser Kategorien voll steigeisenfest und eignen sich neben den automatischen für alle weiteren Arten von Steigeisen.

 

Wanderschuhe für Kinder

Prinzipiell unterscheiden sich Wanderschuhe für Kinder nicht von Wanderschuhen für Erwachsene. Jedoch gibt es einige Kriterien, die bei Kinderwanderschuhen mehr im Fokus stehen. So haben Kinder deutlich empfindlichere Füße als Erwachsene und die Schuhe benötigen daher eine bessere Dämpfung der Sohle. Auch muss die Sohle in allen Situationen einen guten Halt bieten, da Kinder meist noch nicht so trittsicher sind wie Erwachsene. Der Schaft der Schuhe ist zudem stärker gepolstert, was ein leichtes Umknicken verhindert. Wanderschuhe für Kinder sollten auf jeden Fall über einen Schnürverschluss verfügen, da sie so dem Kinderfuß einfach besser angepasst werden können und einen besseren Halt bieten als beispielsweise Schuhe mit Klettverschluss. Wichtig ist außerdem, dass die Schuhe wasserdicht sind. Viele Kinderwanderschuhe sind aus diesem Grund mit einer Gore-Tex Membran ausgestattet, was den Schuh nicht nur atmungsaktiv sondern eben auch wasserundurchlässig macht. Auch sollte man darauf achten, dass die Schuhe für den jeweiligen Verwendungszweck weder zu warm noch zu kalt sind. Denn nichts ist unangenehmer als in Schuhen zu schwitzen oder zu frieren, nicht nur für Kinder.

Unsere Empfehlungen für Wanderschuhe für Kinder

 

Zustiegsschuhe

Zustiegsschuhe werden manchmal auch „Approachschuhe“ genannt. Sie werden verwendet um einfachere Strecken zu überwinden, die nicht den Hauptbestandteil mit den höchsten Schwierigkeiten der Tour darstellen. Man benutzt sie um eben nur den Zustieg zu meistern und wechselt dann auf Wanderschuhe einer höheren Einsatzkategorie. Zustiegsschuhe sind aus diesem Grund leichter als die für die Haupttour benötigten Schuhe und dementsprechend in einfacherem Terrain angenehmer zu tragen als beispielsweise ein Schuh der Kategorie C aufwärts. Sie können als Halbschuhe oder auch als Schuhe mit hohem Schaft getragen werden. Oft werden Approachschuhe von Kletterern verwendet, die den Kletterspot oder die Kletterwand nicht mit ihren Kletterschuhen erreichen können, sonder dazu auf andere Schuhe zurückgreifen müssen. Doch auch Hochtourengeher oder Klettersteig-Geher verwenden gerne Zustiegsschuhe, um komfortabel zum Start der eigentlichen Tour zu gelangen. Als Zustiegsschuhe bzw. Approachschuhe eignen sich am besten Wanderschuhe der Kategorien A, A/B oder B, je nach Gelände und Schwierigkeit.

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Trekkingschuhe

Als Trekkingschuhe werden alle Wanderschuhe bezeichnet, die sich für mehrtägige Wanderungen eignen. Trekkingschuhe sind somit mindestens der Kategorie B zuzuordnen. Je nach Niveau, Strecke und Intensität der Tour kann die Einsatzkategorie jedoch variieren. So gibt es Trekkingschuhe der Kategorie B, die gut für einfachere Trekkingtouren mit leichtem Gepäck passen und auf der anderen Seite wiederum Trekkingschuhe der Kategorie C/D oder D, die sich beispielsweise hervorragend zum mehrtägigen und anspruchsvollen Gletschertrekking eignen. Ein weiterer bedeutender Faktor ist das Gewicht des Gepäcks. Sind Schuhe der Kategorie B eher für leichteres Gepäck geeignet, so nimmt die Tauglichkeit der Schuhe in Bezug auf Gewicht mit aufsteigender Einsatzkategorie zu. Schuhe der Kategorie D können durchaus gut für bis zu 20-25kg Gepäck verwendet werden. Eine weitere Schuhform aus dem Trekkingbereich ist die Trekkingsandale. Diese eignet sich für sehr heiße Gegenden, ist aber nur für Mehrtagestouren mit kürzeren Etappen mit leichtem Gepäck geeignet. Sie wird außerdem gerne vor allem von Touristen als Freizeitschuh getragen.

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Trailrunningschuhe

Trailrunningschuhe fallen unter die Kategorie A bis A/B. Sie werden, wie der Name schon sagt, zum Ausüben der Sportart Trailrunning verwendet. Streng genommen handelt es sich hier also vielmehr um Laufschuhe als um Wanderschuhe im eigentlichen Sinne. Dennoch eignen sich Trailrunningschuhe nicht nur für Bergläufe oder ähnliches, sondern auch sehr gut zum Wandern. Gerade einfaches Terrain und mittelsteile Strecken können mit ihnen sehr gut überwunden werden. Auch bergab können Trailrunningschuhe bei Wanderungen im mittelschwerem Gelände äußerst komfortabel sein, da sie über eine spezielle Schuhsohle verfügen, die beim Abstieg für einen besonders guten Halt sorgt und zudem die Zehen extra gedämpft werden. Auch sind Schuhe fürs Trailrunning besonders atmungsaktiv, weil die Füße beim Laufen deutlich mehr schwitzen als beim Gehen. Sie bieten also gegenüber herkömmlichen leichten Wanderschuhen in gewissen Punkten durchaus Vorteile und können eine gute Alternative darstellen.

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Wanderschuhe für den Winter

Wanderschuhe für den Winter unterscheiden sich nur in Bezug auf das Innenleben des Schuhs von normalen Wanderschuhen. Äußerlich gibt es hier normalerweise keine Unterschiede, jedoch haben wintertaugliche Wanderschuhe eine deutlich bessere Isolierung und ein deutlich besseres Innenfutter. Diese Isolierung wird einerseits durch wärmespeichernde Materialien, wie spezielle Gore-Tex Membrane und anderseits durch den Speziellen Aufbau des Innenlebens der Schuhe, zum Beispiel durch wabenförmig strukturierte Sohlen, gewährleistet. So eignen sich diese Art von Schuhen besser für sehr kalte Temperaturen, auch über einen längeren Zeitraum hinweg. In der Regel beginnen Winterwanderschuhe ab der Kategorie B, da diese in Bezug auf das Material und die Bauart der Schuhe die geeigneten Grundvoraussetzungen mitbringen. In den Einsatzkategorien A und A/B sind derartige Schuhe für den Winter eher selten, doch vereinzelt gibt es auch hier Modelle, die durchaus wintertauglich sind. So existieren beispielsweise Trailrunningschuhe, die extra für den winterlichen Einsatz konzipiert wurden.

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Wüstenwanderschuhe

Neben ebenem, bergigem und eisigem Gelände gibt es noch viele weitere Terrains, für die man dementsprechendes Schuhwerk benötigt. Dazu gehören auch die sandigen Flächen der Wüste. Die verschiedenen Wüsten dieser Erde sind nach den Ebenen und Bergen die am häufigsten bewanderten Gegenden der Welt. So ist es auch ganz selbstverständlich, dass es spezielle Wüstenwanderschuhe bzw Wüstenstiefel gibt. Diese sind nicht nur sandundurchlässig, sondern auch stich- und beißfest gegen Skorpionstiche oder Schlangenbisse. Darüber hinaus verfügen sie über eine erhöhte Amtungsaktivität.



 

Zusammenfassung

Hier nochmal alle Merkmale und Eigenschaften der verschiedenen Wanderschuhe für Dich im Überblick:

Kategorie ↔️Merkmale und Eigenschaften
A-leichte Wanderschuhe
-meist Halbschuhe
-flexible Sohle
-leichte Dämpfung
-geeignet für kürzere Wanderungen mit leichtem Gepäck
-eher für flache und befestigte Wege
A/B-für längere Tagestouren
-für Touren mit leichtem bis mittelschwerem Gepäck
-zumeist keine Halbschuhe, sondern hohe Schuhe
-steifere und dickere Sohle, jedoch verhältnismäßig flexibel
-steileres und unebeneres, aber weitgehend befestigtes Terrain
B-klassische Trekkingstiefel
-für mehrtägige Touren
-für Touren mit schwerem Gepäck
-meist aus Leder
-mit verwindungssteifer Sohle und dickerer Zwischensohle
-hohe Schnürung
-leichtes Innenfutter
-für bergiges und eher unwegsames Gelände geeignet
B/C-schwere Trekkingstiefel
-für mehrtägige Touren
-für Touren mit schwerem Gepäck
-steife Sohle mit tiefem Profil
-sehr hohe Schnürung
-stabiler Schaft
-gutes Innenfutter
-für Steigeisen mit doppelter Korbbindung geeignet
-für unwegsames und steiles Gelände, auch ohne direkte Wegführung
C-für mehrtägige Touren
- auch für Winter oder größere Höhen einsetzbar
-sehr hoher Schaft
-sehr steife Sohle
-gute Isolierung
-Kante an der Ferse für halbautomatische Steigeisen
-sehr tiefes Profil
-extrem robuste und beanspruchbare Materialien
-für Flächen mit sehr grobem und steilem Untergrund
-auch stark abseits befestigter Wege
-auch für Firn und Eis geeignet
C/D-Zwischenstufe zwischen Kategorie C und D
-für Höhenbergsteigen
-für sehr kalte Umgebungen
-sehr gute Isolierung
-sehr steife Sohle
-voll steigeisenfest
-für lange Gletschertouren
-für Touren in kalter Umgebung
-für Touren in großer Höhe
D-fürs Höhenbergsteigen
-fürs Extrembergsteigen
-auch für Expeditionen
-meist mit herausnehmbaren, isolierten Innenschuh
-extrem robuste und langlebige Verarbeitung
-teilweise integrierte Gamaschen
-absolut steife Sohle
-voll steigeisenfest
-hervorragend für extrem kalte Einsatzgebiete und extreme Höhen
-für lange Wintertouren
-für Gletscher und Eis
-für Eis- und Mixed-Klettern

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Was muss man beim Kauf von Wanderschuhen beachten?

Wanderschuhe_mit_Blick_auf_eine_Bergkette

Beim Kauf von Wanderschuhen sollte man definitiv einige grundlegende Dinge beachten. Da Wanderschuhe meist nicht gerade billig sind und man Verletzungen bei nicht passenden Schuhen riskiert, müssen sie auf Anhieb perfekt sitzen. Egal ob man ein kompletter Neueinsteiger ist, auf ein anderes Modell umsteigen möchte oder ein Nachfolge-Modell eines altbewährten Wanderschuhs kaufen möchte, es gibt einige ganz grundlegende Dinge, mit denen man sich bereits im Vorhinein beschäftigen sollte.

Im Folgendem erläutern wir Dir, worauf es beim Kauf von neuen Wanderschuhen ankommt und auf was Du ein besonderes Augenmerk legen musst, um glücklich mit Deiner Wahl zu sein.

 

Welcher Wanderschuh passt für welche Sportart am besten?

Als erstes sollte man sich die Frage stellen, welche Sportart man mit den Wanderschuhen ausüben möchte. In den Bergen begegnet man oft Leuten, die völlig unzureichend mit Turnschuhen ausgestattet unterwegs sind. Doch funktioniert das Ganze ebenso andersherum und man trifft auch auf unzählige Wanderer, die völlig überausgestattet mit Wanderschuhen der Kategorie D einfache Tageswanderungen absolvieren. Nur fallen diese eben nicht ganz so sehr auf wie die Turnschuh-Bergsteiger. Es macht natürlich wenig Sinn sich sehr teure Expeditionsstiefel zuzulegen, wenn man deren Potential gar nicht ansatzweise ausschöpfen kann und man somit im Grunde eher mit einem Wanderschuh der Einsatzkategorie B oder B/C besser bedient wäre. Hier gilt es nicht nur die eigenen Fähigkeiten sondern auch die eigenen Bedürfnisse richtig einschätzen zu können. Man muss sich ganz einfach die Fragen stellen: Was kann ich selber, was möchte ich mit diesem Schuh machen und was muss dieser Schuh dafür können? War man noch nie im Hochgebirge unterwegs und hat dies eigentlich auch nie so wirklich vor, so kann man sich das Geld für Hochgebirgs-Wanderschuhe sparen und lieber in einen billigeren mittleren Wanderschuh investieren. Hat man aber konkrete Pläne oder wollte man schon immer mal ins Hochgebirge, so kann es natürlich sinnvoll sein sich einen dementsprechenden Schuh zuzulegen. Ist man sowieso fast nur im Hochgebirge unterwegs, so ist der Kauf eines solchen Wanderschuh-Modells unabdingbar. Dies gilt selbstverständlich auch für alle anderen Tätigkeiten und Sportarten aus dem Bereich Wandern.

In dieser Tabelle haben wir für Dich zusammengestellt, für welche Sportart welcher Schuh bzw. welche Wanderschuh-Kategorie am besten geeignet ist.

Sportart ↔️Schuh
Spazieren gehenleichte Wanderschuhe der Kategorie A
Berglauf/Trailrunningspezielle Trailrunningschuhe, fallen unter die Kategorie A oder A/B
Einfache Wanderungleichte Wanderschuhe der Kategorien A oder A/B
Bergwanderungmittlere Wanderschuhe der Kategorien B und B/C
HochtourWanderschuhe fürs Hochgebirge der Kategorie C und auch C/D
ExpeditionExpeditionsschuhe der Kategorie D
TrekkingtourWanderschuhe von mindestens der Kategorie B, kann je nach Anspruch der Tour variieren (bis zu Kategorie D)
KlettersteigWanderschuhe ab den Kategorien C oder spezielle Klettersteigschuhe
WintertourWinterwanderschuhe ab der Kategorie B oder wintertaugliche Trailrunningschuhe
EiskletternWanderschuhe der Kategorien C/D oder D

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Wie groß müssen Wanderschuhe sein?

Die Schuhgröße von Wanderschuhen entsprechen den Schuhgrößen von normalen Straßenschuhen. Hast Du beispielsweise die Schuhgröße 44, so sollten auch Deine Wanderschuhe diese Größe haben. Natürlich fallen die Wanderschuhe der verschiedenen Hersteller teilweise unterschiedlich groß aus, aber das tun Straßenschuhe ja ebenfalls. Hier gilt es einfach sich über die jeweilige Marke zu informieren, zum Beispiel hier im Internet, beim Hersteller direkt oder im Geschäft und die verschiedenen Schuhe auch einfach mal probehalber anzuprobieren. Was bei Wanderschuhen unbedingt zu beachten ist, ist dass die Schuhe weder zu eng noch zu weit sein dürfen. Sind die Schuhe zu eng schmerzt nicht nur der Fuß recht bald, man läuft auch Gefahr sich Blasen zu laufen. Ist der Schuh zu weit, so rutscht man beim Abstieg mit dem Fuß im Schuh nach vorne und stößt mit den Zehen an. Dies ist nicht nur auf Dauer schmerzhaft, sondern auch gefährlich für die Gesundheit der Füße. Doch auch die Ferse wird bei zu weiten Schuhen was Blasen angeht sehr in Mitleidenschaft gezogen. Doch nicht nur die Länge und Breite der Schuhe sind wichtig, auch der Schaft muss bequem und weder zu weit noch zu eng sitzen. Wanderschuhe müssen also wirklich perfekt passen. Ist der Schuh zu groß, so kann man unter Umständen mit dementsprechenden Einlagen nachhelfen, die dem Fuß im Wanderschuh einen deutlich besseren Halt geben und die Platzausnutzung des Schuhs optimieren. Aus diesem Grund bieten viele Wanderschuh-Hersteller dem jeweiligen Fuß individuell angepasste Bergschuhe an. Hier werden Abdrücke Deiner Füße genommen und die Schuhe werden dann wiederum so modifiziert, dass sie möglichst perfekt zu Deinen Füßen passen. Ein Vorreiter ist hier beispielsweise die Wanderschuh-Marke Lowa.

 

Was kann man bei zu engen Wanderschuhen machen?

Wenn der neue Wanderschuh doch einmal zwickt und nicht so perfekt sitzt, wie man sich das eigentlich vorgestellt hatte, so sollte man nicht gleich am Anfang die Flinte ins Korn werfen und verzagen. Oft brauchen Wanderschuhe eine gewisse Zeit, bis sie wirklich richtig eingelaufen sind. Anfangs bekommt man in fast allen neuen Schuhen Blasen, was sich jedoch im Normalfall nach einigen längeren Touren gibt. Verbessert sich die Situation jedoch auch nach längerer Zeit nicht, so sollte man über einen Verkauf der alten Schuhe bzw. einen Neukauf von neuen Schuhen nachdenken. Wenn der Schuh wirklich spürbar zu klein ist, hat man kaum eine Chance, dass sich der Schuh noch so viel weitet, dass er problemlos passt. Zu enge Schuhe solltest Du auf keinen Fall über einen längeren Zeitraum tragen, da sonst ernsthafte gesundheitliche Gefahr für Deine Füße besteht. Ist dein neuer Schuh wirklich deutlich zu klein, keine Sorge, denn es gibt zahlreiche Online-Plattformen, Facebook-Gruppen oder auch Outdoor-Flohmärkte, bei denen mal neuwertige Schuhe zu einem guten Preis wiederverkaufen kann, sodass Du nicht einen Haufen Geld zum Fenster rausgeworfen hast.



Welches Material ist für Wanderschuhe am besten?

Wanderschuhe sind im Allgemeinen aus sehr widerstandsfähigem und robustem Material gefertigt. Das Obermaterial besteht meistens aus Leder und aus den verschiedensten Gummi-Arten, die von Hersteller zu Hersteller individuell sind. Neben den Leder-Wanderschuhen gibt es ebenfalls Wanderschuhe aus Synthetik. Diese sind jedoch nicht ganz so flexibel wie die Leder-Modelle. Dafür können sie aber bei gewissen Witterungsbedingungen, zum Beispiel bei erhöhter Nässe etwas mehr aushalten. Bei Wanderschuhen mit niedrigerer Einsatzkategorie handelt es sich häufiger um Synthetik-Modelle. Beim Innenfutter kann das Material sehr verschiedenen sein. Von isolierenden Membranen bis hin zu Synthetik-Futter und Carbon- oder Alu-Schalen ist hier alles dabei. Viele leichte Wanderschuhe der Kategorie A bis B haben kein bis wenig Innenfutter, was sie für kalte Tage nur bedingt geeignet macht. Eine hochwertige Gore-Tex-Membran oder Ähnliches sollten die Schuhe jedenfalls alle enthalten, da Wanderschuhe im Normalfall wasserdicht und atmungsaktiv sein sollten. Die Wüstenwanderschuhe stellen hier wiederum eine Spezialgattung dar, da sie in erster Linie aus Nylon bestehen.

 

Welche Sohle ist für Wanderschuhe am besten?

Wanderschuhe_und_die_Sohle_der_Wanderschuhe

Der Klassiker unter den Wanderschuhsohlen ist die Vibram Sohle. Diese erkennt man anhand des gelben achteckigen Logos mit der Vibram Schrift, welches sich im Normalfall auf der Sohle des Schuhs befindet. Bei der Vibram Sohle handelt es sich um eine abriebfeste Gummisohle, die vor allem bei Berg- und Wanderschuhen ihre Anwendung findet. Jedoch gibt es mittlerer Weile auch etliche andere Anwendungsgebiete. Es gibt auch viele andere Sohlen-Hersteller, die sich jedoch fast alle an Vibram orientieren und anlehnen. Welche Sohle der jeweilige Schuh benötigt hängt in erster Linie vom Einsatzgebiet ab. Je höher der technische Anspruch ist, desto tiefer sollte das Profil und ebenso die Steifheit der Sohle sein. Wanderschuhe mit denen man sich über Eis und Schnee fortbewegt sollten grundsätzlich ein tiefes Sohlen-Profil haben. Wanderschuhe, die auch zum Eis- und Mixed-Klettern genutzt werden sollten eine möglichst steife Sohle haben, um so in der Wand oder am Eis einen möglichst guten Stand zu gewährleisten. Für leichte Wanderschuhe und einfaches Terrain sind Schuhe mit flexiblerer Sohle und etwas weniger Profil meist etwas angenehmer.

 

Warum muss ich meine Wanderschuhe einlaufen?

Wanderschuhe muss man einlaufen, da sonst Gefahr besteht sich Blasen zu laufen. Dies kann sehr ungünstig sein, wenn man eine große Tour plant und dann aufgrund starker Blasen und schmerzender Füße aufgeben muss. Das Einlaufen sollte eher durch mehrere kürzere Etappen erfolgen, anstatt durch eine sehr lange und große. Zudem sollte die Möglichkeit bestehen umdrehen und die Eingeh-Tour jederzeit abbrechen zu können, sodass man der Gefahr entgegenwirkt seine Füße zu überanstrengen. Dass man in neuen Wanderschuhen so leicht Blasen bekommt liegt in erster Linie daran, dass sich nagelneue Wanderschuhe im Laufe der Zeit noch weiten und sich somit dem Fuß individuell anpassen. Dies gilt auch für das Fußbett und den Fersenbereich, welche sich mit der regelmäßigen Benutzung immer mehr an die Fußform anpassen werden. Durch das Einlaufen verpasst Du Deinen neuen Wanderschuhen also Deine ganz eigene und persönliche Note, die Deine Schuhe von irgendwelchen Schuhen eben genau zu Deinen Schuhen macht.

 

Wie zieht man Wanderschuhe an?

Wanderschuhe zieht man mit speziellen Wandersocken an, die den Fuß vor übermäßiger Reibung schützen. Wandersocken sind daher dicker als herkömmliche Socken und an besonders belasteten Stellen, wie den Fersen oder den Zehen nochmals extra verstärkt. Für kältere Einsätze gibt es auch wärmere und isolierende Socken. Als weiteres ist bei Wanderschuhen auf die richtige Schnürung zu achten. Diese darf weder zu eng noch zu weit sein. Da es unzählige verschiedene Fußformen gibt, gibt es auch genauso viele verschiedene Schnürtechniken. Von der Zwei-Zonen-Schnürung über die Flaschenzugtechnik bis hin zur Parallelschnürung, hier gilt es einfach die verschiedenen Techniken auszuprobieren, um herauszufinden, welche Schnürung für den eigenen Fuß die beste ist. Im unten stehenden Video wird gezeigt, wie die vier bekanntesten Schnürtechniken funktionieren. Im Allgemeinen schnürt man die Wanderschuhe jedoch bergab etwas fester als bergauf, um so ein Vorrutschen des Fußes im Schuh zu verhindern.

Diese Schnürtechniken gibt es:

  • Zwei-Zonen-Schnürung
  • Flaschenzugtechnik
  • Parallelschnürung
  • Alternative Schnürtechniken

 

Was kann man gegen Blasen in den Wanderschuhen tun?

Bekommst Du Blasen in Deinen Wanderschuhen so solltest Du Dir die Frage stellen, ob die Schuhe bereits genug eingelaufen wurden. Müsste dies eigentlich der Fall sein bzw. ist nach der Einlaufzeit immer noch keine Verbesserung zu erkennen, so kannst Du unter Umständen mit Einlagen Deinem Problem beikommen. Am besten Du lässt Deine Füße mal von einem Orthopäden untersuchen und Dir dann ggf. speziell angepasste Einlagen anfertigen. Manchmal muss man jedoch gar nicht so weit gehen und es reicht schon wenn Du Deine Socken wechselst. Alte und abgenutzte Wandersocken beanspruchen die Füße oft mehr als, dass sie sie entlasten. Oft sind sie innen durch die häufige Benutzung angeraut oder mit Resten von Blasenpflastern verklebt. Hast Du solche Socken, so steigt das Risiko, dass Du Dir  Blasen läufst stark an. Wechselt Du dann einfach deine Socken durch ein neues Paar aus, so hat es sich oft auch schon mit den lästigen und schmerzhaften Blasen erledigt. Hilft dies alles nichts so kannst Du Dein Problem zumindest kurzfristig durch Blasenpflaster lösen. Dies sollte jedoch auf jeden Fall nur eine Übergangslösung und auf keinen Fall eine langfristige Lösung sein! Wenn es nämlich gar nicht anders geht, solltest Du Dir ein neues, besser passendes Paar Wanderschuhe zulegen.



 

Wie reinige und pflege ich meine Wanderschuhe?

Ein Wanderschuh bedarf nicht nur regelmäßiger, sondern auch der richtigen Pflege. Dazu kann neben dem Putzen auch das Behandeln mit Wachs, das Imprägnieren, das Einfetten, etc. gehören. Je nach Material braucht Dein Wanderschuh nämlich dementsprechende Pflege. Am besten ist es wenn Du Deinem Schuh nach jedem Gebrauch eine gewisse „Grundpflege“ zukommen lässt und zusätzlich hierzu regelmäßige größere Pflege-Aktionen durchführst. Nach jedem Tragen solltest Du auf jeden Fall dafür sorgen, dass der Schuh sowohl innen als auch außen gut trocknen kann. Auf Hütten gibt es extra Schuhräume dafür mit speziellen Aufhänge-Vorrichtungen, auf denen sich die Schuhe hervorragend trocknen lassen. Zuhause kann man die Schuhe entweder in die Sonne stellen oder auch einfach an die Heizung. Sind die Schuhe trocken solltest Du auch dafür sorgen, dass der gröbste Dreck entfernt wird, damit das Obermaterial nicht übermäßig leidet. Dazu kannst Du Deine Wanderschuhe einfach mit einem Schwamm oder einer Bürste mit weichem Borsten putzen. Falls die Schuhe nach Gebrauch unangenehm riechen solltest Du sie ausreichend auslüften oder ggf. mit einem Schuhspray behandeln. Zu den Sachen, die Du nicht jedes Mal, aber dennoch regelmäßig tun solltest gehört das Einfetten. Dies ist genauso wie das Wachsen jedoch nur für Wanderschuhe mit Wildleder relevant. Andere Wanderschuhe solltest Du nicht fetten und auch nicht wachsen. Durch das Fett und das Wachs wird das Obermaterial des Schuhs nicht nur gepflegt, sondern auch wasserdicht versiegelt. Schuhe, die aus einem anderen Material als Wildleder bestehen sollte man hingegen eher mit einem speziellen Imprägnierungsspray imprägnieren. Beim Wachsen, Einfetten und Imprägnieren sollte der Schuh auf jeden Fall vorher bereits sehr gut geputzt und sauber sein, sodass das dementsprechende Pflegemittel nur auf den sauberen Wanderschuh aufgetragen wird. Es sollte ausreichen, wenn Du diese Putz-Maßnahmen monatlich durchführst. In der Waschmaschine sollte man Wanderschuhe auf keinen Fall waschen. Die Reinigung sollte ausschließlich per Hand erfolgen.

Dies gehört zur richtigen Pflege Deiner Wanderschuhe dazu:

  • Trocknen
  • Lüften
  • ggf. Schuhspray
  • Putzen
  • Einfetten
  • Wachsen
  • Imprägnieren

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Wie lange halten Wanderschuhe?

Wie lange Wanderschuhe halten lässt sich nicht pauschal sagen. Allein die Tatsache, dass es derartig viele Einsatzkategorien und Anwendungsgebiete gibt macht eine verallgemeinernde Antwort hinfällig. Was sich jedoch sagen lässt ist, dass die Lebensdauer von Wanderschuhen auf jeden Fall von der Intensität der Nutzung abhängt. Geht man wöchentlich mehrmals Wandern, so wird man gewiss schneller neues Schuhwerk benötigen, als wenn man nur ein paar mal pro Jahr seine Schuhe benutzt. Auch das Gelände, in welchem die Schuhe verwendet werden ist von Bedeutung für die Lebenserwartung Deiner Wanderschuhe. Benutzt Du sie nur auf Feldwegen oder doch häufig im Geröllfeld? Selbstverständlich halten Schuhe, die in einfachem Terrain und auf gut ausgebauten Wegen verwendet werden länger als Schuhe die auf unebenen und spitzen Untergrund getragen werden. Geröllfelder, mit ihren extrem beanspruchenden Strukturen werden nicht ohne Grund „der Tod der Wanderschuhe“ genannt. Auch die Pflege der Wanderschuhe sind ein bedeutender Faktor, der sich auf die Langlebigkeit der Schuhe auswirken kann. Durchschnittlich sollte ein guter Wanderschuh bei regelmäßigem aber nicht übermäßigem Gebrauch in mittlerem Gelände jedenfalls mindestens fünf Jahre halten. Klar gibt es hier immer Ausreißer nach oben oder nach unten, aber diese fünf Jahre stellen nur einen groben Durchschnitts- bzw. Richtwert dar, an dem man sich zumindest orientieren kann.

 

Wie kann ich meine Wanderschuhe reparieren lassen?

Wenn Dein Wanderschuh doch mal den Geist aufgegeben hat, besteht natürlich die Möglichkeit ihn reparieren zu lassen. Gerade was die Sohle angeht lassen sich viele Wanderschuhe leicht und auch gar nicht mal so teuer reparieren. Wanderschuhe ab der Kategorie B lassen sich eigentlich alle neu besohlen. Dies kann bei fast jedem Schuster gemacht werden und empfiehlt sich vor allem, wenn der Rest des Schuhs noch in einem sehr guten Zustand ist. Eine Neubesohlung kann sich durchaus lohnen und ist im Normalfall deutlich preiswerter als ein neuer Schuh, der zudem auch erst einmal neu eingelaufen werden müsste. Schwieriger wird es jedoch was den Rest des Obermaterials betrifft. Ist dieses beschädigt, so kann es zwar oft recht leicht vom Schuster geflickt werden, jedoch ist die Wasserdichtigkeit dann meist nicht mehr gewährleistet. Bei einer kaputten Gore-Tex Membran kann man wiederum gar nichts machen, man kann sie leider schlichtweg nicht reparieren. In Sachen beschädigtem Obermaterial musst Du Dich also fragen, ob sich eine Reparatur wirklich noch lohnt oder ob Du nicht mit neuen Wanderschuhen besser bedient wärst.

 

Welche Wanderschuh-Marken gibt es?

Wanderschuh-Marken gibt es sehr viele verschiedene. Die meisten großen Outdoorhersteller, wie Salewa, Mammut, North Face, oder Lowa haben auch ein eigenes Sortiment an Wanderschuhen. Auch haben sich einige Hersteller auf Wanderschuhe und anderes Schuhwerk spezialisiert, wie beispielsweise Scarpa, LaSportiva oder auch HanWag. Jede dieser Marke hat ganz individuelle Eigenschaften, Unterschiede und Feinheiten. Oft schwören Wanderer und Bergsteiger auf eine Marke. Dies liegt daran, dass die Schuhe der verschiedenen Hersteller unterschiedlich geschnitten sind und somit unterschiedlich gut zu den diversen Fußformen passen. Wenn Du herausfinden möchtest, welche Marke am besten zu Dir und Deinen Füßen passt, solltest Du Dich vor allem informieren und verschiedene Quellen und Meinungen über die jeweiligen Marken lesen. Das kannst Du im Internet tun, direkt im Geschäft oder auch im Freundeskreis. Das Internet hat den Vorteil, dass man möglichst viele Meinungen zu möglichst vielen Wanderschuh-Modellen bekommt und somit vergleichen kann. Im Geschäft bekommt man die Experten-Meinung des Verkäufers und kann zusätzlich die Schuhe direkt anprobieren. Mittlerer Weile kann man sich zwar auch online die Schuhe zum probieren zusenden lassen und zurückschicken, falls diese nicht passen, im Geschäft geht das Ganze dann eben ein klein wenig schneller. Das Beste ist, Du informierst Dich im Vorfeld möglichst ausführlich über möglichst viele verschiedene Quellen, um dann das am besten geeignete Modell für Dich selbst zu finden. Wenn Du auf einen möglichst gesunden Mix aus mehreren Info-Quellen setzt, so ist die Chance am höchsten, dass Du die für Dich passendste Marke findest.

Diese Wanderschuh-Marken gehören zu den bekanntesten:

  • Meindl
  • Scarpa
  • LaSportiva
  • HanWag
  • Mammut
  • Lowa
  • Millet
  • The North Face
  • Salewa
  • Jack Wolfskin
  • Salomon
  • CMP
  • uvm.

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Video-Ratgeber zum Thema Wanderschuhe

Hier haben wir einen Video-Ratgeber zum Thema Wanderschuhe für Dich, in dem Dir die Unterschiede zwischen Wanderschuhen und Trekkingschuhen, die verschiedenen Einsatzkategorien und die diversen Einsatzgebiete, etc. erklärt werden. Wir weisen des Öfteren darauf hin, dass es sich im Allgemeinen lohnt derartige Video-Ratgeber ergänzend zur Lektüre von diversen Websites anzusehen. Hierdurch werden auf eine sehr vielseitige Art und Weise wichtige Informationen sehr anschaulich zur Verfügung gestellt. YouTube verfügt über unzählige derartige Videos, die nicht nur die Informations-Suche sondern auch die Kaufentscheidung sehr erleichtern können. Auch zur Touren-Vorbereitung Routen-Planung kann Video-Content auf YouTube einen sehr förderlichen Aspekt mit sich bringen. Daher unsere Empfehlung an Dich: Schau Dir auf YouTube Videos als ergänzende Informationsquelle an, aber achte dabei auch immer auf den Inhalt und dessen Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit.